Warum eigentlich Kuscheltierforschung?

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Ich möchte das Geheimnis des Kuscheltiers lüften, wenigstens die Tür dazu einen Spalt weit öffnen…

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Ich möchte die Kuscheltiere aus ihrem wissenschaftlichen Dämmerschlaf herausreißen. Jedes Kind hat sie, ich schätze jede zweite Frau hat ein Kuscheltier mindestens als Schlüsselanhänger. Kuscheltiere erwarten uns in jeder Tankstelle und drängen sich auf als Wärmeflaschen, Zugluftstopper, Kugelschreiberköpfe, Wischtierchen für die Scheibe des Monitors….. Sie sind nett, sie sind kuschelig. Aber sie können viel mehr, …
Und es gibt auch viele Fragen.
Z.B. ist bis heute nicht wirklich geklärt, ob die oft auftretende intensive und enge Beziehung von kleinen Kindern zu ihren Kuscheltieren eine notwendige, gesunde Entwicklung ist oder eher als Hinweis auf ein Defizit, auf eine gestörte oder kritische Bindung zu den Eltern verstanden werden muss.. Ebenso interessiert mich, ob es bestimmte Menschentypen, Menschen mit bestimmten Eigenschaften z.B., sind, die der Kuscheltierliebe anheim fallen.
Auch die Geschlechterfrage steckt für mich in diesem Thema: Ich habe ein wenig die Hoffnung, dass meine Hypothese stimmt, dass Jungen durch ihre Kuscheltiere dazu gebracht werden, im Spiel auch sorgende und pflegende Rollen zu erlernen und z.B. Gefühle zuzulassen und zu zeigen. Das Puppenspiel ist für Jungen heute so out wie in meiner Kindheit. Aber mit Kuscheltieren spielen auch sie „Vater, Mutter, Kind“ und sie streicheln es, zeigen und genießen Zärtlichkeit, knüpfen Liebesbeziehungen. Eine neue Generation von engagierten Vätern und liebesfähigen Männern, das wäre dann vielleicht eine Chance, die wir u. a. dem Kuscheltier zu verdanken hätten.

Und erst wenn man weiß, was Kuscheltiere alles „können“, welche Kraft und Bedeutung sie für ihre Menschen entwickeln, kann man sie auch im Umgang mit Kindern und bestimmt auch mit Erwachsenen richtig einsetzen.

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