Archive für 19.11.2008

Kuscheltiere bei mir zu Hause

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Haben Erwachsene noch Kuscheltiere? Ich frage danach in meinem On-Line-Fragebogen. Und wie sieht es bei mir aus?

Ich selber verhalte mich, was den Kauf von Kuscheltieren betrifft, inzwischen eher zurückhaltend. Das war anders, als ich noch kleine Kinder hatte. Im alten Familienbuch fand ich neulich ein Protokoll über eine Familienkonferenz, indem mein Sohn (damals 11 Jahre alt) unsere aktuellen Familienbeschlüsse festgehalten hatte. Dort hieß es „Mama soll nur die Kuscheltiere kaufen, die wir wirklich haben möchten“. Das klingt ganz danach, als hätte ich meine Kinder als Vorwand genutzt, meine Kuscheltierliebe hemmungslos in die Tat umzusetzen.
Wenn ich an der Autobahntankstelle zur Kasse gehe, bleibe ich noch heute manchmal vor dem Tisch mit den Kuscheltieren stehen und denke seufzend, dass ich nun keinen Grund mehr habe, mit einem neuen Kuscheltier nach Hause zu kommen. 

Dennoch sitzt auch heute noch Schnauzi, der Bär, der mich seit 55 Jahren begleitet, neben meinem Kopfende am Bett. Der andere ist ein Neuer, Klausi, den mir mein neuer Mann vor ein paar Jahren geschenkt hat und der jetzt sozusagen als gemeinsamer Sohn und kritischer Beobachter seiner “Eltern” neben Schnauzi sitzen darf.

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 Klausi

Dann gibt es da noch „Durchhaltebär“, einen alten, abgewetzten Bären, den mir meine Kinder neulich zum 60. Geburtstag geschenkt haben, damit ich die letzten Berufsjahre noch gut durchhalte.

Dann sind da auch noch manchmal Kuscheltiere zu Gast bei mir, z. B. zwei Mitbringsel von einer Ostseekreuzfahrt, Fridjof und Nansen, eine giftgrüne Krake und ein rosafarbener Stachelrochen, die ich mit meiner Jüngsten damals im Schiffsshop erstanden habe und die sich hier einfach festgesetzt haben.


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Fridjof und Nansen

Nächste Woche kommt Timmel wieder zu mir „in Urlaub“, weil er in seiner Teddyfamilie als einziger „Schwanzloser“ nicht geachtet ist und seine empfindliche Seele sehr darunter leidet. Er müsse sich jetzt ein bisschen bei Oma erholen, sagt meine Tochter.

Und heute habe ich mich entschlossen, mir zu Weihnachten einen neuen Teddy zu kaufen, einen ganz bestimmten, den ich schon gesehen habe und dem ich nicht widerstehen kann. Er saß bei seiner Teddy-Macherin und schaute mich mit seinen braunen Augen an und ich hatte das untrügliche Gefühl, wir hätten auf einander gewartet. Er sieht aus wie mein Schnauzi, als er noch ein junger, strammer Teddy war., nur ist er gelb und nicht grau. …. Klausi und Schnauzi müssen auf ihrem Brett an meinem Bett für ihn doch noch mal Platz machen.

 

 

 

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