Wie süß! Ein Kuscheltierleguan!

Wer mag sowas?

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Die ersten Kuscheltiere waren Bären, Hasen, Katzen, Hunde etc.

Im nächsten Schritt zog die gesamte Säugetierwelt in der Gestalt von Kuscheltieren in die Kinderzimmer einzog: Wilde Tiger und Löwen, Eichhörnchen, große Elefanten und Kamele, winzige Mäuse. Die Eigenschaften dieser Tiere wurden in gewisser Weise erhalten aber quasi für das Kind gezähmt. Der Elefant war jetzt so groß, dass man ihn in die Hand nehmen konnte, der Löwe war nicht mehr gefährlich, die Maus nicht mehr scheu und das Nilpferd drohte nicht mehr mit einem harten, spitzen Horn. Das weiche Material und die Darstellung aller Tiere als Jungtiere, als Tiere mit Kindchenschema, machten das möglich.

 

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Schließlich wurde die gesamte Tierwelt einbezogen: Stachelige Tiere waren jetzt weich und anschmiegsam, Hühner hatten kein Gefieder sondern ein Fell und Fische waren nicht mehr nass und glatt, sondern ebenfalls mit weichem Fell bezogen. In der Natur bedrohlich wirkende Tiere wie Löwen und z.B. auch als ekelig empfundene Insekten oder Vögel konnten auf einmal als niedlich erfahren und ohne jede Gefahr gestreichelt werden.

Der bisher letzte Schritt in der Entwicklung des Kuscheltiermarktes war wohl die Herstellung von Gegenständen als Kuscheldinge: Telefone, Fernsehgeräte, Autos aber auch Glückswürfel, Schuhe und Briefkästen tauchten plötzlich als Kuschelwesen auf. Ob dies von Kindern in der gleichen Weise angenommen werden wird wie die Tierformen, wird sich zeigen. Die Fähigkeit der Kinder, auch die gegenständliche Welt als belebte Welt zu sehen (Animismus) könnte dafür sprechen. Mache der weiter unten beschriebenen Funktionen kann aber z.B. ein Kuscheltier-Esel weit besser einnehmen als z.B. ein mit Kuschelmaterial bezogenes Telefon.

Meine Online-Befragung (s. oben, Fragebogen) spricht bisher nicht dafür, dass eklige Viecher als Kuscheltier so richtig beliebt werden können. Aber es gibt doch Liebhaber dafür.

Für “Kuschelgegenstände” dagegen scheint sich niemand so richtig zu begeistern.

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